Kernspintomographie / Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Die Kernspintomographie setzt keine Röntgenstrahlen ein, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das Herz des Kernspintomographen bildet ein Elektromagnet in dessen Öffnung die Patientenliege eingefahren wird. In kurzer Zeit lassen sich Aufnahmen jeder Körperregion anfertigen. Ein Computer errechnet dann aus den digitalen Daten Ansichten der untersuchten Körperregion.

In unserer Praxis kommt der Kernspintomograph Siemens Magnetom Symphony und seit Oktober 2012 das hochmoderne Gerät Siemens Magnetom Aera zum Einsatz.

Mit diesem hochmodernen Gerät können die Patienten schneller und - dank höher aufgelöster Bilder -  sehr genau untersucht werden. Es zeichnet sich neben exzellenten technischen Untersuchungsmöglichkeiten durch eine besonders breite Röhre aus, die es selbst Patienten mit Platzangst leicht macht, eine kernspintomographische Untersuchung wahrzunehmen. Die Röhre ist dabei nicht nur breiter, sondern mit 1,45 m auch wesentlich kürzer als die der herkömmlichen Modelle. Bei den meisten Untersuchungen, z. B. im Bauch-Becken- oder Wirbelsäulen- Bereich, bleibt der Kopf daheraußerhalb der Röhre.  Das modernste Gerät der RADIOLOGIE Tuttlingen ist aktuell auch das einzige mit diesen Möglichkeiten – in der Region von Tübingen bis zum Bodensee.

 

Besonders gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen.

Wichtige weitere Einsatzgebiete der Kernspintomographie sind die präzise Darstellung von Blutgefäßen, die Früherkennung von Tumoren sowie Einblicke in den Körperstoffwechsel. Virtuelle Bildanalyseverfahren veranschaulichen den überweisenden Kollegen und den Patienten Vorgänge im Körperinneren.

Der Vorteil der Kernspintomographie liegt darin, dass es sich um ein schonendes, praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren handelt. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder und Schwangere untersucht werden. Und wenn ein Patient kein jodhaltiges Kontrastmittel vertragen sollte, wie es z. B. in der Computertomographie zum Einsatz kommt, kann der Radiologe oft auf eine Kernspinuntersuchung ausweichen.

 

Kernspintomographie

 

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Aufklärungsbogen Kernspintomographie

Weitere Informationen

www.radiologie.de 

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände wie Schlüssel, Uhren oder Hörgeräte sowie auch Scheck- oder Kreditkarten ablegen. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder - etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks - teilweise im Gerät.
An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.

Wenn das Gerät zu eng erscheinen sollte

Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung der unteren Körperhälfte außerhalb des Gerätes liegt, je nach Anlaß der Untersuchung auch bei Bauch- oder Wirbelsäulen-Untersuchungen bei Verwendung des Magnetom Aera. Sollte bei vorangegangenen Untersuchungen bei Ihnen schon einmal ein Engegefühl aufgetreten sein,  sprechen Sie dies am besten mit Ihrem Hausarzt oder aber bereits bei der Terminvereinbarung mit uns ab. So können wir – falls technisch möglich – bereits im Vorfeld die Geräteeinteilung entsprechend planen.

Kommt es trotz Ausschöpfung aller erleichternden Maßnahmen trotzdem zu Platzangst, kann in diesen sehr seltenen Fällen eine kurze Narkose notwendig werden. In diesem Fall müssen Sie in Begleitung zur Untersuchung kommen, da Sie nach der Untersuchung für einen Tag kein Fahrzeug fahren dürfen.

Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen, für uns ist das Engegefühl mancher Patienten während der Untersuchungen eine alltägliche Situation. Im Zweifel können Sie sich probeweise in das Gerät legen. Falls Beklemmungen entstehen, können wir Ihnen ein Mittel zur Entspannung geben.

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